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Warum und wie zieht ein Kamin?

Es gibt 2 Faktoren, die für die Funktionsweise des Kamins von großer Bedeutung sind: der Kamineffekt und der Bernoulli-Effekt.

Der Kamineffekt

Der Kamineffekt sorgt für eine reibungslose Verbrennung und Abführung der Rauchgase. Es ist ein physikalischer Effekt, der vertikal gerichtete Luftströmungen, bzw. Wärmeströmungen verursacht.

Beim Anzünden des Kaminofens entstehen Wärme, sowie diverse Abgase. Die warme Luft steigt in den Schornstein, der mit kalter Luft gefüllt ist. Aber warum eigentlich?

Dies hat mit der Dichte der Luft zu tun. Es entsteht ein Dichtunterschied: warme Luft weist eine geringere Dichte als kalte Luft auf. Die Luft mit der kleineren Dichte, in dem Falle die warme Luft, steigt hoch. Die kalte Luft wird nach unten gedrückt. Man spricht auch von der Schwerkraftwirkung.

Der Bernoulli-Effekt

Die warme, nach oben steigende Luft sorgt für einen Unterdruck innerhalb des Kamins. Dieser Unterdruck sorgt für einen Sog, der sowohl Rauchgase, als auch unverbranntes Material durch den Schornstein nach außen transportiert und kalte frische Luft ansaugt.
Diese frische Luft enthält neuen Sauerstoff, der das Feuer im Ofen weiter anfacht.

Das Ganze führt zu einer Selbsterhaltung des Kamineffekts.
Ein Schornstein, bzw. Kamin sorgt also nicht nur für das Entweichen der Rauchgase, sondern auch für eine gute Verbrennung des Holzes.

Wieso zieht mein Kamin nicht richtig?

Den Sog-Effekt, auch „Zug“ des Schornsteines genannt, lässt sich mit physikalischen Formeln bestimmen. Dennoch spielen zahlreiche andere Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle, wie beispielsweise der Durchmesser und die Länge des Schornsteines, die Abgastemperatur, die Abgaszusammensetzung und vieles mehr!

Je höher der Kamin, desto besser zieht dieser die Rauchgase ab. Mit zunehmender Höhe kühlt jedoch der Rauch ab und droht zu kondensieren. Der kondensierte Rauch kann den Schornstein schädigen und eine Versottung hervorrufen. Der Kamineffekt versagt.

Die Gefahren des Kamineffekts

Bei einem umgekehrten Effekt birgt der Kamin auch eine gewisse Gefahr. Bei einem umgekehrten Kamineffekt saugt der Schornstein die kalte Luft von außen an und drückt folglich die Abgase ins Haus. Die Gefahr ist erhöht, wenn Wind in den Schornstein fahren kann. Rauchgasklappen oder andere Methoden, die die Luftzufuhr abschneiden, verhindern heutzutage eine solche Katastrophe.

Jedoch muss sich jeder Kaminbesitzer eines bewusst sein: Jeder Schornstein sollte passgenau auf die Feuerstelle abgestimmt werden, damit weder Versottung, noch ein umgekehrter Kamineffekt entstehen können.

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